Project 11:22

11:22

MultiMediaArt, 2009

Über 11:22

Das Projekt startete unter dem durchaus fragwürdigen Arbeitstitel “Knarz Brakka Brakka Bumm”. Dabei dreht es sich, in wissenschaftstauglicher Sprache formuliert, um die Verfremdung von Klangkörpern und die daraus resultierenden gestalterischen Möglichkeiten. Die Wahl des Objekts das sich der Entfremdung seiner selbst unterziehen lassen muss fällt auf ein analoges Instrument: ein Klavier. Wer sich mit modernen Klavierkompositionen beschäftigt dem könnte John Cage ein Begriff sein. Indem e...

Das Projekt startete unter dem durchaus fragwürdigen Arbeitstitel “Knarz Brakka Brakka Bumm”. Dabei dreht es sich, in wissenschaftstauglicher Sprache formuliert, um die Verfremdung von Klangkörpern und die daraus resultierenden gestalterischen Möglichkeiten.

Die Wahl des Objekts das sich der Entfremdung seiner selbst unterziehen lassen muss fällt auf ein analoges Instrument: ein Klavier.

Wer sich mit modernen Klavierkompositionen beschäftigt dem könnte John Cage ein Begriff sein. Indem er als Pianist ein komplettes Percussionensemble zu ersetzen wusste brachte er die Idee des präparierten Klaviers einem breiten Publikum nahe und zeigte, wie man auf nicht allzu komplizierte Art den Klang eines so alteingesessenen Instruments maßgeblich verändern und seinen Vorstellungen anpassen kann.

An diesem Punkt setzt das Projekt an. Am Anfang steht das Experiment und die Klangforschung. Wie lässt sich der beim Saitenanschlag produzierte Klang verändern, was passiert wenn man einen Dübel zwischen zwei Saiten steckt oder diese mit Metallplättchen oder Plastikröhrchen bestückt? Diese auditive Entdeckungsreise führt weiter zum nächsten Schritt.

Was lässt sich daraus machen? Dazu werden verschiedene Töne, perkussiver wie auch melodischer Art, einfache Rhytmen und Melodien, die ihren jeweils einzigartigen Klang durch Bearbeitungen erhalten, aufgezeichnet um sie anschließend auf ihre gestalterische Nutzbarkeit zu prüfen. Das vorhandene Material wird dabei zu einem Musikstück verwertet, das auf möglichst verschiedenartige Weise Gebrauch von den neuen Klängen macht und damit spielt.

// Kommentar

“11:22“ basiert auf Aufnahmen eines präparierten Klaviers, begleitet vom NI Synthesizer Massive und einem SpaceDrone Einspieler als Hintergrundfläche im ersten Teil. Der Rest der Gesamtheit aller vorkommenden Klänge basiert auf Aufnahmen besagten Klaviers. Und wer sich wundert warum der Titel “11:22“ lautet während das Lied nur eine Gesamtdauer von 10:22 aufweist - die zusätzliche Minute ist eine Schweigeminute, die in jedem Fall folgen sollte, in der Laufzeit des Titels allerdings nicht eingerechnet wurde.


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