Project Meine Blumen für Kim Il Sung

Meine Blumen für Kim Il Sung

MultiMediaArt, 2012

Über Meine Blumen für Kim Il Sung

In diesem Projekt habe ich mich mit der Bildsprache und den Gestaltungsmustern nordkoreanischer Propagandaplakate auseinandergesetzt. Inspiriert hat mich dazu unter anderem eine Ausstellung die 2009 im Wiener MAK unter dem Titel "BLumen für Kim Il Sung" zu sehen war und hauptsächlich Porpagandaplakate aus Nordkorea zeigte. Umsetzung Auf den esten Blick entspricht diese Arbeit den Gestaltungsmustern dieser Progagandakunst. Es wurden satte, kräftige Farben eingesetzt und wie es für di...

In diesem Projekt habe ich mich mit der Bildsprache und den Gestaltungsmustern nordkoreanischer Propagandaplakate auseinandergesetzt.

Inspiriert hat mich dazu unter anderem eine Ausstellung die 2009 im Wiener MAK unter dem Titel "BLumen für Kim Il Sung" zu sehen war und hauptsächlich Porpagandaplakate aus Nordkorea zeigte.

Umsetzung

Auf den esten Blick entspricht diese Arbeit den Gestaltungsmustern dieser Progagandakunst. Es wurden satte, kräftige Farben eingesetzt und wie es für diese Art Plakate typisch ist, bfindet sich im Zentrum der Aufmerksamkeit der Diktator - Kim Il Sung. Er wird von einer Kinderschar umringt, die sich fröhlich um ihn tummelt und seine Nähe sucht. Er legt schützend seine Hände auf die Schulter eines Jungen und mimt den "guten Vater".

Dieser Teil meines Plakates zeigt eine heile Welt. Es wird der Anschein vermittelt, dass jeder im Bild ein sorgloses und wohlbehütetes Leben führt.

Doch das diese Scheinwelt nur an der Oberfläche existiert, wird schnell klar, wenn man einen genaueren Blick auf das Werk wirft.

Stellvertretend für die Unterdrückung der Bevölkerung wurden symbolhaft Bildelemente eingebaut. Beispielsweise sind die Kinder mit Waffen ausgestattet, zwischen den Blüten sind Überwachungskameras sichtbar, die auf die Kontrolle durch das Regime hinweisen sollen. Auch die Blumen, die den Boden säumen sind mit Bomben versehen. Hinter den Tennisspielerinnen sind nicht etwa weitere fröhliche Sportlerinnen zu sehen, sondern Soldatinnen der Armee. Die Straßenlaternen sind in Wahrheit Schusswaffen und auch die Brücke besteht aus Handfeuerwaffen und Messern. Blickt man genauer auf die Skyline, wird man erkennen, dass die Türme im Hintergrund nicht etwa Schornsteine sind, sondern viel mehr Raketen, auch der Juche-Turm entpuppt sich als solche. All diese Dinge offenbaren sich dem Betrachter aber erst, wenn er einen zweiten Blick riskiert.

Schlusswort

ETWAS GENAUER HINSEHEN - das ist es, was ich mit meinem Werk auch erreichen möchte. Es soll die Menschen dazu animieren, nicht alles als Wahrheit hinzunehmen, was einem also solche versucht wird zu verkaufen. Es geht darum die Sachverhalte zu hinterfragen und hinter die Fassade des schönen Scheins zu blicken. Nicht immer ist das, was wir sehen und hören, die Realität und es lohnt sich oft, sich genauer mit etwas auseinander zu setzen, bevor man ein Urteil fällt.

Visuelle Eindrücke

Propagandaplakat

Entstehungsprozess

Das Werk